Tool-Tipp: Link in Bio

Wenn ihr öfter auf Instagram unterwegs seid, habt ihr bestimmt schon mal die folgende Formulierung gelesen oder gehört: „Den Link findet ihr in meiner Bio!“ Damit ist der einzige prominente und klickbare Link gemeint, den wir auf unseren Instagram-Profilen hinterlegen können. Update: Mittlerweile kann man mehrere Links setzen, nicht mehr nur einen einzigen! Yay!

Standardmäßig würde man da wahrscheinlich die Startseite der eigenen Vereinswebsite verlinken, nicht wahr? Es gibt aber eine smartere Lösung – nämlich eine übersichtliche Linksammlung mit allen relevanten Links, z.B. zum neuen Content, zum Spendenformuar oder Mitgliedsantrag, zur Petition oder zum Impressum. Welche Möglichkeiten es gibt, eine solche Linksammlung anzulegen, lernt ihr in dieser Folge.

Inhalt

00:15Was heißt „Link in Bio“?
03:10Gute Gründe zum Verlinken
05:31Lieber nicht nur Website verlinken
09:13Lösung: Tool für mehrere Links
11:40Ein paar Alternativen zu Linktree
15:11Eigene Umsetzung: Website-Unterseite
19:59Fazit & Outro

Warum Links auf Social Media oft schwierig sind

Auf vielen Plattformen sind externe Links kein besonders geliebtes Format.

Bei Instagram lassen sich in normalen Beiträgen keine direkt anklickbaren Links platzieren. Man kann eine Webadresse zwar hineinschreiben, aber sie wird nicht komfortabel nutzbar. Deshalb hat sich der Verweis auf den Profil-Link etabliert.

Auch auf anderen Plattformen, auf denen Links technisch funktionieren, sind sie nicht immer ideal. Beiträge mit externen Verlinkungen bekommen auf manchen Netzwerken oft weniger organische Reichweite als andere Formate, etwa Bilder, Videos oder plattformeigene Dokumente.

Dazu kommt ein grundsätzliches Kommunikationsproblem: Menschen sind auf einer Plattform meist mit einer bestimmten Erwartung unterwegs. Sie wollen dort Inhalte konsumieren, nicht ständig auf andere Seiten weitergeschickt werden. Wer Social Media nur als Zufahrtsstraße zur eigenen Website benutzt, macht sich das Leben oft unnötig schwer.

Das heißt aber nicht, dass Verlinken unwichtig wäre. Im Gegenteil: Es gibt viele gute Gründe dafür. Man sollte es nur klug lösen.

Was Vereine und Organisationen überhaupt verlinken wollen

Die Liste möglicher Ziele ist meist länger, als man zuerst denkt. Typische Beispiele sind:

  • eigene Blogartikel oder YouTube-Videos
  • empfehlenswerte Inhalte anderer, etwa Dokus oder Fachartikel
  • Ressourcen wie PDFs, Vorlagen, Linklisten oder Downloads
  • Veranstaltungen und Anmeldeseiten
  • Spendenformulare oder Kaufmöglichkeiten
  • Petitionen, Umfragen und andere Mitmach-Aktionen
  • Presseberichte, Interviews oder Gastbeiträge
  • Quellen zu Studien, Artikeln oder Infoposts
  • Kontaktformular und Impressum

Gerade für Vereine ist das relevant, weil viele dieser Inhalte nicht sinnvoll in einen Social-Media-Post hineinpassen. Ein PDF, eine Petition oder eine Anmeldeseite braucht eben einen echten Klick.

Warum die eigene Startseite als Bio-Link oft keine gute Idee ist

Viele Organisationen setzen im Profil einfach ihre normale Website-Startseite ein. Das ist naheliegend – aber häufig nicht besonders nutzerfreundlich.

Stellt euch vor, jemand liest einen Post über eine bestimmte Ressource, zum Beispiel eine hilfreiche Linkliste. Diese Person klickt auf den Profil-Link und landet dann auf eurer allgemeinen Startseite. Von dort aus muss sie sich erst durchs Menü arbeiten, scrollen, suchen und hoffen, den richtigen Bereich zu finden.

Das ist schon bei einfachen Websites mühsam. Noch schwieriger wird es, wenn eure Organisation unterschiedliche Zielgruppen anspricht, etwa:

  • Jugendliche
  • Eltern
  • Lehrkräfte oder Fachkräfte
  • Unternehmen oder Fördernde
  • politische Entscheidungsträger*innen

Dann ist die Website oft zwangsläufig komplexer. Für jemanden, der nur schnell eine ganz konkrete Information sucht, ist das selten ideal.

Und man darf nicht vergessen: Der Zugriff erfolgt in den allermeisten Fällen mobil. Wer in einer App unterwegs ist und dann auf eure Website springt, landet auf der mobilen Version. Wenn diese nicht sauber optimiert ist, wird aus einem ohnehin schon umständlichen Weg schnell eine frustrierende Erfahrung.

Das nächste Problem: Was ist mit externen Links?

Nicht alles, worauf ihr verweisen möchtet, liegt auf eurer eigenen Website. Vielleicht wollt ihr direkt zu einer Petition, zu einer Veranstaltungsseite oder zu einer externen Plattform führen.

Dann habt ihr meist drei nicht ganz befriedigende Optionen:

  1. Ihr lasst den Link zur eigenen Website im Profil und zwingt Menschen dazu, sich dort erst noch weiter durchzuklicken.
  2. Ihr baut auf eurer Website extra eine Zwischenseite ein, die dann erst zur eigentlichen Zielseite weiterleitet.
  3. Ihr ersetzt den Website-Link im Profil vorübergehend durch einen externen Link.

Die dritte Variante wirkt oft unschön. Wenn im Profil eures Vereins plötzlich ein kryptischer Kurzlink oder direkt eine fremde Domain steht, kann das schnell beliebig oder sogar unseriös aussehen. Vor allem dann, wenn aus dem Link überhaupt nicht hervorgeht, was sich dahinter verbirgt.

Ein nackter YouTube-Link oder eine Event-Plattform-URL sagt eben wenig darüber aus, warum sich der Klick lohnen soll.

Die Lösung: eine Link-in-Bio-Seite

Die Grundidee ist einfach: Statt direkt auf eine einzelne Seite zu verlinken, führt der Link im Profil auf eine kleine Übersichtsseite. Dort stehen dann mehrere wichtige Ziele gebündelt an einem Ort.

So eine Seite kann zum Beispiel enthalten:

  • die Hauptwebsite
  • aktuelle Kampagnen
  • Veranstaltungen
  • Spendenmöglichkeiten
  • neue Inhalte
  • Kontakt
  • Impressum

Das ist deutlich übersichtlicher als eine allgemeine Startseite und flexibler als ein einzelner externer Link.

Welche Tools es dafür gibt

Das bekannteste Angebot in diesem Bereich ist Linktree. Der Name wird inzwischen fast schon als Oberbegriff benutzt, obwohl es viele ähnliche Anbieter gibt.

Typischerweise funktionieren diese Tools ähnlich: Man erstellt eine schlichte Landingpage mit Buttons oder Linkblöcken und hinterlegt dort die wichtigsten Verweise.

Oft gibt es bei solchen Diensten ein Freemium-Modell:

  • in der kostenlosen Version mit eingeschränkten Funktionen
  • mit Branding des Anbieters auf der Seite
  • und einer kostenpflichtigen Version mit mehr Gestaltungsmöglichkeiten

Wenn man nur schnell eine einfache Lösung braucht, kann das vollkommen ausreichen. Gerade wenn noch keine eigene Website vorhanden ist, kann so ein Tool ein pragmatischer erster Schritt sein.

Mögliche Alternativen zu klassischen Link-in-Bio-Tools

Neben den bekannten Spezialdiensten gibt es noch ein paar andere Wege.

1. Canva

Wer ohnehin mit Canva arbeitet, kann dort auch Vorlagen für eine Bio-Link-Seite finden. Das ist vor allem dann interessant, wenn Canva im Team bereits etabliert ist und man möglichst wenig neue Tools einführen möchte.

Ob alle Funktionen in der kostenlosen Version verfügbar sind, sollte man im Einzelfall prüfen.

2. Einmal kaufen statt monatlich zahlen

Es gibt auch Angebote, die nicht auf ein monatliches Abo setzen, sondern auf eine einmalige Zahlung. Das kann finanziell attraktiver sein als dauerhaft mehrere Euro im Monat für ein Zusatztool auszugeben.

Gerade für kleinere Organisationen ist das ein interessanter Gedanke – auch wenn man bei jungen Software-Angeboten natürlich immer im Hinterkopf behalten sollte, dass nicht jedes Produkt langfristig bestehen bleibt.

3. Notion oder Google Docs

Technisch lässt sich eine öffentliche Linksammlung auch mit Notion oder sogar mit einem freigegebenen Google-Dokument umsetzen.

Elegant ist das meist nicht. Die Links sind oft lang und wenig ansprechend, und auch die Gestaltungsmöglichkeiten sind begrenzt. Aber wenn es schnell gehen muss oder noch keine Website vorhanden ist, kann das als Zwischenlösung funktionieren.

Vor allem für ganz kleine Initiativen ohne eigene Webpräsenz kann das besser sein als gar keine strukturierte Verlinkung.

Was kommerzielle Tools zusätzlich können

Einige Link-in-Bio-Dienste beschränken sich nicht nur auf einfache Buttons. Teilweise lassen sich dort auch Inhalte direkt einbetten, zum Beispiel Musik, Videos oder andere Vorschauen.

Das kann spannend sein, wenn ihr nicht nur weiterleiten, sondern auf der Übersichtsseite selbst schon etwas zeigen möchtet. Ob das sinnvoll ist, hängt davon ab, was bei euch im Mittelpunkt steht.

Für manche Organisationen reicht eine minimalistische Linkliste völlig aus. Andere profitieren vielleicht davon, dass ein Video oder ein anderer Inhalt direkt sichtbar ist.

Die oft beste Lösung: den Link in Bio einfach selbst bauen

Wenn ihr eine eigene Website habt, könnt ihr euch so eine Seite oft problemlos selbst anlegen. Dafür braucht ihr kein Spezialtool, sondern nur Zugriff auf euer Content-Management-System, zum Beispiel WordPress, Typo3 oder etwas Vergleichbares.

Die Idee ist simpel:

  1. Ihr erstellt auf eurer Website eine neue Seite.
  2. Ihr gebt ihr eine kurze, gut verständliche URL.
  3. Ihr baut dort eine übersichtliche Sammlung eurer wichtigsten Links ein.
  4. Ihr hinterlegt genau diese URL in euren Social-Media-Profilen.

Geeignete Adressen wären zum Beispiel:

  • euerverein.de/instagram
  • euerverein.de/links
  • euerverein.de/linkliste
  • euerverein.de/lesezeichen

Wichtig ist dabei vor allem die mobile Ansicht. Diese Seite sollte unbedingt auf dem Smartphone gut funktionieren. Buttons müssen groß genug sein, Texte gut lesbar und die Navigation klar.

Warum die eigene Website hier viele Vorteile hat

1. Mehr Vertrauen

Wenn Profilname, Absender und Link zusammenpassen, wirkt das stimmig. Eine eigene Domain vermittelt deutlich mehr Seriosität als eine fremde Plattform oder ein kryptischer Kurzlink.

Menschen klicken eher auf etwas, das klar als euer eigener Auftritt erkennbar ist.

2. Volle Gestaltungshoheit

Bei externen Tools stößt man in kostenlosen Versionen schnell an Grenzen. Bestimmte Layouts, Funktionen oder Designoptionen sind dann nur gegen Bezahlung freigeschaltet.

Auf eurer eigenen Website könnt ihr mit den Mitteln arbeiten, die euch dort zur Verfügung stehen – ohne Abo-Schranken eines zusätzlichen Anbieters.

3. Bessere Suchmaschinen-Signale

Wenn Menschen aus Social Media auf eure Website klicken, ist das wertvoller Traffic für euch. Die Besuche landen auf eurer Domain und stärken damit eure eigene Webpräsenz.

Wenn ihr stattdessen eine externe Link-in-Bio-Plattform dazwischenschaltet, profitieren zunächst einmal deren Seitenaufrufe und Signale – nicht eure.

4. Wiedererkennungswert

Eure Farben, Schriften, Bilder und der allgemeine Stil eurer Website sind bereits Teil eures Auftritts. Wenn die Linkseite genau so aussieht wie der Rest eurer Kommunikation, fühlt sich der Übergang natürlich an.

Das ist nicht nur schöner, sondern verhindert auch Verunsicherung. Wenn nach dem Klick plötzlich alles ganz anders aussieht, fragen sich manche Menschen unwillkürlich, ob sie noch an der richtigen Stelle sind.

5. Keine Fremdwerbung

Viele kostenlose Tools platzieren ihr eigenes Logo oder einen Hinweis wie „powered by …“ auf der Seite. Das ist aus Sicht des Anbieters nachvollziehbar, aber ihr müsst euch überlegen, ob ihr diese zusätzliche Markenpräsenz auf eurem Vereinsauftritt haben wollt.

Bei einer selbstgebauten Lösung entfällt das.

6. Datenschutz und Kontrolle

Bei externen Diensten ist nicht immer sofort transparent, wo genau sie gehostet werden, welche Trackingmechanismen im Hintergrund laufen oder welche Cookies gesetzt werden.

Mit einer Lösung auf der eigenen Website behaltet ihr hier deutlich mehr Kontrolle.

Wann ein externes Tool trotzdem sinnvoll sein kann

Trotz aller Vorteile der eigenen Website muss man nicht dogmatisch sein.

Ein externes Tool ist absolut sinnvoll, wenn:

  • ihr noch keine eigene Website habt
  • euer Team technisch gerade überfordert wäre
  • ihr sehr schnell eine brauchbare Lösung braucht
  • ihr mit Canva, Notion oder einem ähnlichen System ohnehin schon routiniert arbeitet

Perfekt muss es nicht sein. Wichtig ist vor allem, dass ihr überhaupt eine sinnvolle Struktur für eure wichtigsten Links schafft.

Welche Links sollten auf eure Link-in-Bio-Seite?

Die beste Linkseite ist nicht die mit den meisten Buttons, sondern die mit den relevantesten.

Fragt euch also:

  • Worauf verweisen wir immer wieder?
  • Was suchen Menschen bei uns besonders häufig?
  • Welche Aktionen sollen möglichst einfach erreichbar sein?
  • Was ist mobil gut nutzbar?

Oft reichen schon wenige, klar benannte Punkte. Zum Beispiel:

  • Aktuelle Veranstaltung
  • Spenden
  • Mitmachen
  • Infos zum Projekt
  • Kontakt

Je klarer die Auswahl, desto besser.

Fazit: Nutzt den einen Link nicht zufällig, sondern strategisch

Der klickbare Profil-Link ist ein kleines Detail mit erstaunlich großer Wirkung. Gerade für Vereine und gemeinnützige Organisationen, die viele verschiedene Informationen, Aktionen und Ressourcen anbieten, ist er zu wertvoll, um einfach nur auf die allgemeine Startseite zu zeigen.

Eine gute Link-in-Bio-Seite hilft dabei, Menschen schneller ans Ziel zu bringen, professioneller aufzutreten und die eigene Kommunikation auf Social Media sinnvoll zu ergänzen.

Wenn ihr eine eigene Website habt, ist eine selbst erstellte Lösung oft die beste Wahl. Wenn nicht, kann ein spezialisiertes Tool oder eine pragmatische Zwischenlösung ein guter Anfang sein.

Die wichtigste Frage lautet am Ende nicht: Welches Tool ist das schönste?

Sondern: Welche Links sollen Menschen bei euch möglichst einfach finden und anklicken können?

Wenn ihr das klar beantworten könnt, seid ihr schon einen großen Schritt weiter.

Links

Passende Podcastfolgen:

129: Teaser-Content vs. Microcontent

Blogartikel mit Alternativen zu Linktree
Tutorial: Linktree mit Canva
Berichterstattung über die Link in Bio Startups: The Verge und Newsbinding

Transkript

00:00:14
Hallo und willkommen zurück im Podcast! Ich bin Katrin und habe euch heute einen Tooltip mitgebracht bzw. nicht zu einem ganz konkreten Tool, sondern zu einer Art von Tools, nämlich „Link in Bio“-Tools. Ihr kennt wahrscheinlich schon Linktree. Das ist so ein bisschen so, wie wenn man „Tempo“ sagt und eigentlich ein Papiertaschentuch meint. Linktree ist der bekannteste Anbieter in dem Bereich. Und deswegen sagt man manchmal „Linktree“ auch, wenn man eigentlich „so etwas von einem anderen Anbieter“ meint.

00:00:45
Ihr habt bestimmt schon mal bei Instagram gelesen, dass Leute sagen „Hey bla, bla bla, guckt euch das an… Link in (der) Bio“ Und wir wissen ja, dass man bei Instagram bei einem normalen Beitrag (ein Post, Video, Fotostrecke, Karussell, …) keine Links drin setzen kann. Also man kann es schon hinschreiben „https://meinewebseite.de“, aber die kann man dann nicht anklicken, sondern es gibt eben nur diesen Link im Profil oder eben in der Bio (Deswegen nennt man es Link in Bio), der prominent und anklickbar ist. Jetzt ist es neuerdings seit ein paar Wochen auch so, dass man in den Stories Links setzen kann. Das war vorher nur Leuten vorbehalten, die mindestens 10000 Abonnent*innen hatten. Und mittlerweile kann das jeder Account machen. Aber nur wenn man es machen kann, heißt das nicht unbedingt, dass die Leute das auch benutzen oder dass man da jetzt jegliche Link-Sorgen mit vergessen kann.

00:01:48
Bei anderen Plattformen außerhalb von Instagram, da funktionieren Links zwar, sie werden von den Plattformen aber trotzdem nicht gerne gesehen. Dazu gehört zum Beispiel LinkedIn oder Facebook. Wenn man da einen Beitrag schreibt mit einem Link auf eine andere Seite, dann haben diese Beiträge weniger organische Reichweite als andere Beitragsarten. Also wenn man zum Beispiel ein Video gepostet hätte oder ein Foto oder bei LinkedIn ein Dokument. Sprich: das ist meistens nicht so gute Idee. Die Plattform mögen das nicht und die organische Reichweite ist davon dann eh nur sehr gering. Außerdem haben wir ja hier im Podcast auch schon mal darüber gesprochen, dass Teaser-Content eh nicht so gut funktioniert. Mit Teaser-Content ist gemeint: Content, der nur darauf abzielt, die Leute dazu zu bringen, den aktuellen Ort, zum Beispiel Instagram oder LinkedIn oder Facebook zu verlassen und woanders hin zu gehen, zum Beispiel auf die eigene Webseite. Wir haben dazu eine Folge gemacht, die heißt „Teaser-Content versus Microcontent„, Nummer 129, und die verlinke ich euch noch mal in den Shownotes. Und die Kernaussage ist quasi: Die Leute sind mit einem bestimmten Mindset auf eine Plattform gegangen und es ist deswegen nicht so einfach, sie davon wegzubringen und sie immer direkt dazu zu bringen, auf die Website zu gehen, um sich irgendwas anzugucken. Sprich man sollte eh nicht auf Social Media versuchen, die ganze Zeit nur die Leute wieder woanders hin zu leiten.

00:03:09
Es gibt aber trotzdem gute Gründe, warum man Dinge verlinken möchte oder was man so zu verlinken hat. Dazu zählt zum Beispiel Content, also so was wie Blogposts, Youtube-Videos, entweder von euch oder von anderen. Vielleicht gibt es bei YouTube eine gute Doku zu eurem Thema und ihr wollt dann diese Doku empfehlen, dass die Leute sich das angucken. Oder ihr habt selber einen Blogpost geschrieben und wollt, dass die Leute den lesen. Oder auch so was wie Ressourcen: Damit ist zum Beispiel gemeint: Informationen, Linklisten, Downloads, PDFs, Vorlagen, alles was man irgendwie so erstellen kann als Verein, was für andere Menschen hilfreich/ nützlich ist, was sich verbreiten soll und so weiter. Das sind dann in der Regel Infos, die sind eh zu lang, zu ausführlich, um sie dann auf Social Media aufzubereiten. Deshalb verlinkt man die im Ganzen. Veranstaltungen sind ein weiterer großer Punkt, wenn ihr selber Veranstaltungen habt oder an Veranstaltungen teilnehmt. Oder vielleicht muss man sich auch anmelden, um an einer Veranstaltung teilzunehmen. All sowas möchtet ihr dann in der Regel auch verlinken. Dann alles, was so in Richtung kaufen oder spenden geht. Vielleicht habt ihr Spendenformular oder vielleicht habt ihr so was wie einen Spenden-Shop, wo man charity-mäßig etwas kaufen kann. Und das fließt dann an eure Organisation. Da möchtet ihr natürlich auch, dass die Leute dann da hin klicken und auf diesen Kaufen-Button drücken. Eine andere Möglichkeit, die ich häufig sehe ist, dass man zum Beispiel auch sowas wie Petitionen verlinkt oder irgendwelche anderen Dinge, wo man selber in Aktion treten soll, wo man selber seine Meinung abgeben soll, eine Umfrage oder so was. Auch da gilt: Den Content kann man zwar aufbereiten für Insta, aber man muss dann halt die Aktivität woanders machen. Presseberichterstattung ist ein weiterer Punkt. Vielleicht wurdet ihr interviewt in eurer Lokalzeitung? Oder ihr wart im erzähl davon Podcast zu Gast 😉 Und das möchtet ihr dann natürlich auch teilen, wenn ihr da interviewt wurdet oder einen Gastartikel geschrieben habt oder so was. Quellen sind interessant. Angenommen ihr habt irgendwie eine Art von Infopost oder irgendwas und Leute fragen vielleicht nach der Quelle oder habt euch auf eine Studie bezogen oder so was dann zu sagen: Ich verlinke euch die Originalquelle, ich verlinke euch den Artikel, verlinkt euch die Studie und zu guter Letzt auch so was wie ein Kontaktformular oder ein Impressum ist auf jeden Fall auch gut, wenn man das griffbereit hat und den Leuten verlinken kann.

00:05:31
So, jetzt haben wir gesagt, in der Bio ist nur ein einziger Link möglich und häufig nutzen Vereine und Co (natürlich auch Unternehmen) den Platz, um ihre Startseite zu verlinken. Also einfach ganz normal „meinbeispielverein.de“ oder wie auch immer eure Website heißt. Und das ist aber gar nicht so gut, weil meistens ist die Startseite dann ja sehr unübersichtlich. Also wenn ich jetzt in eurem (Social-Media-) Beitrag lese, dass es eine Ressource, zum Beispiel eine Linkliste, gibt und ich gehe dann auf der Webseite, dann muss ich mich da ja erst mal durchklicken, muss da gucken, muss durch Menüs scrollen, um dann diese Ressource zu finden. Und es ist vor allem dann ungünstig, wenn ihr verschiedene Zielgruppen habt. Also angenommen, ihr habt ein Projekt für Jugendliche und dann habt ihr die Jugendlichen selber als Zielgruppe. Ihr habt die Eltern als Zielgruppe, ihr habt vielleicht Lehrkräfte oder Sozialarbeiterinnen als Zielgruppe und dann habt ihr noch Unternehmen als Zielgruppe, die zum Beispiel für euch spenden oder politische Zielgruppen, die ihr überzeugen wollt, dass sie dieses und jenes Gesetz ändern. Eure Webseite hat dann wahrscheinlich für die verschiedenen Zielgruppen Informationen. Und in dem Fall bin ich jetzt vielleicht einfach nur eine Mutter, die sich die Linkliste angucken möchte und dann ist es wirklich oft unübersichtlich, sich durch so eine komplette Webseite zu scrollen und zu klicken und danach zu suchen! Plus in den allermeisten Fällen werden die Leute mit einem Mobilgerät auf die Seite gehen. Also ich bin bei Instagram in der App und ich bin bei Twitter in der App oder bei LinkedIn – wo auch immer und klicke dann auf diesen Link in der Bio. Ich lande dann erstmal auf eurer mobilen Webseite. Und solche Websites sind leider nicht immer alle mobiloptimiert! Da müsst ihr mal selber prüfen und gegebenenfalls an die eigene Nase fassen, ob das mobil wirklich Spaß macht, eure Webseite zu benutzen oder nicht. Man muss dann also erst mal zu der Seite, zu der man wirklich will, durchklicken. Das ist nicht immer einfach, oder, häufig will man auch Sachen verlinken, die gar nicht von einem selber stammen, sondern zum Beispiel so was wie eine Petition oder eine Eventbrite-Veranstaltung oder so. Und da müsst ihr euch dann entscheiden: Legen wir auf unserer eigenen Website eine eigene Unterseite oder einen Blogpost oder irgendwas an, wo wir dann da noch mal den Link setzen auf diese externe Seite? Dann ist es ja noch mal einen Klick mehr. Oder nehmen wir in unserer Bio den Link zu unserer eigenen Webseite raus und packen da stattdessen einen externen Link rein? Also ein Link, der nicht zu unserer Webseite führt, sondern zum Beispiel direkt zu der Petition. Also z.B. zu Startnext oder sowas. Oder zu… Ne, Startnext ist keine Petition sondern Crowdfunding, gell? Egal, also ihr wisst schon, irgendeiner externen Webseite oder eine Veranstaltung Seite oder so und das ist natürlich auch ein bisschen blöd, wenn jemand auf das Profil von eurem Verein geht und der heißt dann der „Fußballverein XY“. Und auf der Website oder in der Bio ist dann aber nicht „www.fussballverein-xy.de“ verlinkt, sondern da finde ich dann stattdessen den Link zu Eventbrite oder so. Das könnte ein bisschen spammy aussehen! vor allem dann, wenn es so ein kurzer Link ist. Zum Beispiel wenn ein YouTube Link ist, wo man dann nur „youtu.be/abc1234“ sieht und man weiß überhaupt nicht, was sich dahinter verbirgt! Und ihr habt da vielleicht euer neuestes Kampagnenvideo hochgeladen und das ist ein netter 3 minütige Kurzfilm über eure aktuelle Kampagne. Aber ich sehe halt nur „Okay, das ist irgendein YouTube Video. Keine Ahnung was es ist, will ich mir jetzt nicht angucken. Weiß ja nicht was mich da erwartet.“ Also die Chance, dass Leute dann überhaupt da draufklicken ist dann wahrscheinlich noch mal geringer.

00:09:13
Und was da jetzt die Lösung ist oder was eben viele Menschen benutzen, ist sie nehmen ein Tool, mit dem sie quasi einen einzigen Link erstellen, den sie in ihre Social-Media-Startseite, in ihre Bio reinpacken. Und wenn man auf diesen Link klickt, dann hat man eine Übersicht über die verschiedenen Links, die man halt so verlinken möchte. Also das kann die Website-Startseite sein oder das kann dann die Petition sein oder das kann ein Blogpost sein oder es kann ein Interview sein, je nachdem, was man gerade so verlinken möchte. Und wie gesagt, Linktree ist das bekannteste Tool dieser Art. Deswegen ist es halt so ein household name geworden. Also so wie man Tempo sagt, wenn man ein Taschentuch meint. Es gibt aber nicht nur Linktree, es gibt auch noch viele verschiedene andere von diesen Tools. Und in der Regel sieht das dann eben so aus, dass man aber nur eine ganz schlichte Seite hat mit diesen Buttons oder Links zu den verschiedenen Seiten wie eben häufig referenzierten Infoseiten, neuen Content, der Startseite, der Spendenseite oder auch sowas wie ein Affiliate-Shop oder sowas und Impressum und Kontakt.

00:10:15
Das Problem jetzt bei Linktree und Co. ist, dass das in der Regel ein Freemium-Tool ist. Wenn ich jetzt mich entscheide, wenn ich sage „Okay, das ist cool, so was möchte ich gerne haben“, dann muss ich damit leben, dass wenn ich es kostenlos haben möchte, ich nur begrenzte Funktionen habe und dasss es ein sehr prominentes Logo gibt von diesem Tool. So dass jeder sieht: „Okay, das ist ein Linktree“ Und es gibt dann aber immer bei diesen Tools die Möglichkeit zu bezahlen, meist auf einer monatlichen Basis, um dann alle Funktionen freizuschalten. Ich pack euch in die Shownotes einen Blogartikel, wo verschiedene von diesen Tools verglichen werden und auch immer Screenshots dabei sind, wie die aussehen. Ich will da jetzt nicht einzelne hervorheben und davon erzählen, sondern da könnt ihr euch das mal angucken. Also ich habe jetzt doch einzelne hervor. Und dann sage ich euch aber auch noch, wie man das selber mit der eigenen Webseite machen kann. Dann braucht man nämlich gar nicht so ein anderes Tool.

00:11:20
Also erstmal wie gesagt, es gibt Linktree das ist der Platzhirsch. Es gibt viele verschiedene Konkurrent*innen, also Startups, die mit der gleichen Idee rangehen. Ich packe euch da den Blogpost in die Shownotes und ich packe euch auch noch zwei Artikel in die Shownotes, da geht es generell um dieses Phänomen, warum diese Link-in-Bio-Startups gerade so abgehen. Falls euch das interessiert.

00:11:39
Ich möchte noch zwei oder zweieinhalb Sachen hervorheben. Zum einen, falls ihr Canva benutzt. Das ist ja so ein Programm, mit dem man Grafiken erstellen kann für Social Media zum Beispiel, Flyer, Poster und so weiter. Das ist sehr beliebt, weil es sehr einfach zu benutzen ist. Es gibt in Canva auch so eine Funktion, die heißt im „Bio Link Website“. Ihr könnt in Canva gehen und könnt „Bio Link Website“ bei den Vorlagen eingeben und dann so eine Seite erstellen und dann auch da den Link von Canva beziehen. Ich packe euch einen Link in die Shownotes von einer Unternehmerin, die das in ihrem Blogpost beschreibt, wie das funktioniert und wie das aussieht. Das könnte eventuell für euch eine Alternative sein, wenn ihr sagt, ihr seid eh schon Kunden bei Canva. Ich bin mir gar nicht sicher, ob man das nur in der Pro-Variante machen kann oder auch in der kostenlosen. Das müsst ihr im Zweifelsfall noch mal googeln oder ausprobieren.

00:12:30
Und dann möchte ich noch empfehlen: SleekBio, das ist so ein Link-in-Bio-Tool von AppSumo. AppSumo ist eine Plattform, wo man Lifetime Deals (LTD) für Software kaufen kann. Das bedeutet, man zahlt einmalig dafür etwas und kann es dann für immer benutzen. In der Regel sind es Startups, die AppSumo benutzen, um in kurzer Zeit viel Geld durch viele neue Kund*innen zu generieren. Da sieht man was, da man dann ins Klo greift, die dann halt nach ein paar Monaten wieder pleite sind oder wo das Tool nicht ganz so gut funktioniert, wie man erhofft hat. Da können aber auch richtig gute Sachen dabei sein!. SleekBio ist ein Tool, was von AppSumo selber programmiert wurde. Die haben da selber sich auch in dieses Getümmel von diesen Link-in-Bio-Startups reingeworfen und gesagt „Yo, da wollen wir mitmachen!“ Und die haben das eben selber programmiert und es ist ziemlich günstig: 19 Dollar einmalig und dann muss man da eben nie wieder was für zahlen, während man bei diesen Freemium/Premium-Sachen, wenn man jetzt Linktree Premium und so was haben möchte, die kosten meistens so 5-10 Dollar im Monat um da alle Funktionen zu haben.

00:13:36
Also das sind ja schon mal zwei Varianten, die ich jetzt doch noch ein bisschen hervorheben wollte und dann als Drittes: Theoretisch könntet ihr auch so was wie eine öffentliche Notion-Seite erstellen. Wir haben ja hier auch im Podcast schon über Notion gesprochen. Das ist ein super vielseitiges Projektmanagement-Tool und dann könnte man theoretisch so eine öffentliche Seite erstellen, wo man dann seine Links oder auch seine Informationen direkt erstellt und die Seite dann auf „öffentlich“ stellen. Man bekommt dann den Link und könnte den dann in der Bio platzieren. Da ist auch wieder so ein bisschen das Problem, dass dieser Link sehr hässlich ist. Also das ist dann nicht ein schöner „sprechender“ Link, sondern es ist dann „notion.so/ hunderttausend Buchstaben und Zahlen“, aber es ginge. Und theoretisch ginge das gleiche, wenn ihr so was wie ein Google Doc erstellt öffentlich, wo ihr dann eure Informationen und eure Links rein packt und dann eben das ebenfalls per LInk freigebt. Wäre beides wahrscheinlich nicht so elegant, aber ginge! Und das wäre vor allem etwas, was für euch interessant ist, wenn ihr eh noch keine Website habt, dass ihr dann entweder mit so was wie Notion oder Google Doc oder mit einem von diesen verschiedenen Tools euch behelft und damit dann eben eure wichtigsten Informationen und Links sammelt.

00:14:47
Diese kommerziellen Link-in-Bio-Tools haben zum Teil auch noch sogar Zusatzfunktionen, dass man eben nicht nur ein paar Links da rein packt, sondern dass man zum Beispiel Inhalte einbettet, wie zum Beispiel von Spotify oder YouTube. Das ist also eventuell für euch interessant! Da müsst ihr einfach mal gucken, was ihr da so verlinken möchtet und ob das vielleicht spannend ist, dass man dann direkt das Youtube-Video starten kann und eine Vorschau sieht und eben nicht nur den Link zu YouTube hat.

00:15:11
Jetzt habe ich eben schon gesagt: Ihr müsst nicht unbedingt so ein Tool benutzen, sondern ihr könnt das auch mit eurer eigenen Webseite erstellen. Voraussetzung: Ihr müsst halt eine Webseite haben mit einem Content Management System, was ihr selber verwalten könnt. Also so was wie WordPress oder TYPO3 oder sowas. Und da müsste dann eine neue Seite anlegen und der eine entsprechende und sprechende URL vergeben. Also so was wie mein „meinbeispielverein.de/instagram“ oder „meinbeispielverein.de/linkliste“. Wir von erzähl davon haben das zum Beispiel „/lesezeichen“ genannt. Also „erzaehldavon.de/lesezeichen“ ist unsere Link-in-Bio-Seite, die wir bei Instagram verlinken. Diese Seite gestaltet man dann. In der Regel haben diese Webseiten ja so einen Page Builder und da kann man dann eben die Links oder Buttons reinpacken. Und was da super wichtig ist, dass man immer sich die Vorschau für Mobilgeräte anguckt, weil ja in 99 % der Fälle die Leute mit einem Handy auf diese Seite gehen und dass man da eben guckt, dass das für Mobilgeräte dann ansprechend ist. So dass zum Beispiel die Links und Buttons nicht zu klein sind, dass man sie dann mit dem Finger gar nicht mehr richtig antippen kann. Das wäre zum Beispiel nicht gut! Ja, und das kann man dann einfach veröffentlichen und hat dann so seinen eigenen Link in Bio.

00:16:26
Das hat einige Vorteile, wenn man es selber macht. Zum einen, weil es ja die eigene URL ist, hat man da mehr Vertrauen. Also ich hatte vorhin schon gesagt, das kann komisch sein, wenn ich auf einen Account gehe, der @erzaehldavon heißt und in der URL steht, dann aber nicht erzaehldavon.de, sondern eventbrite.com/abc1234. Und wenn ich dann eben das mit meiner eigenen Webseite mache, dann wirkt es stimmiger und strahlt mehr Vertrauen und Seriosität aus. Außerdem könnt ihr es so gestalten wie ihr wollt. Also wie gesagt, wenn ihr dafür kein Geld ausgeben möchtet, dann haben diese kommerziellen Link-in-Bio-Tools oft Beschränkungen, dass man sagt „Ja, das sieht schön aus, aber das kannst du leider nur mit der Pro-Version machen. Bitte gib uns deine Kreditkartennummer.“ Und ja, das habt ihr natürlich nicht, sondern ihr könnt mit eurer eigenen Webseite alles machen, was ihr was ihr könnt, hat natürlich auch Limitierungen, wenn man sagt „Na ja, unsere Webseite kann gar nicht so viel oder unser Page Builder kann gar nicht so viel“ kann das vielleicht auch wieder ein Nachteil sein. Ein großer Vorteil ist aber, dass die Klicks an eure eigene Webseite gehen und nicht an ein Tool. Also sprich, wenn Leute über Instagram oder auch ein anderes soziales Netzwerk auf eure Webseite klicken, dann wird das als positiver Traffic gezählt. Dass eben Google und Co. sehen: Ah cool, die Seite wurde dieses diesen Monat 200 mal angeklickt von Instagram und 100 Mal von Twitter und 300 mal von TikTok. Alles klar, super.“ Und wenn ihr da aber in dieses URL verfällt, eine andere Website reinschreibt, dann bekommt ja die andere Website die Klicks und ist es quasi für deren Suchmaschinenoptimierung besser als für euch. Deswegen ist es gut, wenn die Klicks direkt an euch gehen. Dann ist noch ein großer Punkt der Wiedererkennungswert. Es gibt zwar bei diesen ganzen Tools wirklich schöne Vorlagen, also die meisten von denen sehen echt nicht hässlich aus, sondern da gibt es schöne Vorlagen mit irgendwelchen schönen Hintergrundbildern, Fotos oder irgendwelchen Gradients und so. Aber eigentlich wollt ihr ja, dass es eben aussieht, als ob es von euch kommt! Der Wiedererkennungswert sollte hoch sein und das ist auch wieder ein Vorteil, wenn ihr es über eure eigene Webseite macht. Dann sind ja schon eure Farben, eure Schriftarten, euer Look, eure Fotos drin und ihr müsst nicht versuchen, das mit einem externen Tool nachzubauen, was dann eben doch nicht genauso aussieht wie ihr. Und das ist auch wieder so was: Das kann so ein bisschen die Leute misstrauisch machen, wenn sie quasi auf einen Link klicken und dann sieht das ganz anders aus als vorher. Und vielleicht klicken sie dann wieder weg, weil sie denken „Ja, wo bin ich denn hier gelandet?!“ Also auch hier dieser Wiedererkennungswert ist wieder ein Vorteil von einem eigenen Linktree. Dann hatte ich ja eben schon drüber gesprochen, dass in der Regel eine Art Werbung für das Tool mit drin ist, also das da ein Logo drin ist, powered by XY oder so. Weil die dadurch natürlich auch neue Kundinnen und Kunden gewinnen wollen. Das ist ja total verständlich. Ich weiß, warum die das machen. Aber das ist natürlich für euch eine Entscheidung: Wollt ihr noch gleichzeitig als Werbe-Litfaßsäule für die dienen oder nicht? Und auf eurer eigenen Website habt ihr das Problem ja nicht. Und als letztes ist natürlich noch der Punkt Datenschutz, Cookies, Tracking und Co. Man weiß halt nie genau, wo genau die anderen Seiten gehostet sind zum Beispiel und was für Cookies sie setzen oder ob die dann nicht vielleicht doch irgendwie mal ihren eigenen Affiliate-Link irgendwo zwischenschalten oder so was. Und dieses Risiko, das vermeidet ihr, wenn ihr euch euren eigenen Link-in-Bio-Link mit eurer Website setzt!

00:19:58
So, jetzt habt ihr gelernt, wie das geht. Wenn ihr sagt „Puh, das überfordert mich. Das kriegen wir nicht hin“ oder „Wir haben noch gar keine Webseite!“ Dann nutzt eins von diesen anderen Tools oder nutzt diese Canva-Möglichkeit, was auch immer, aber nutzt auf jeden Fall diese Chance! Überlegt euch mal, was sind so die Links, auf die wir immer wieder referenzieren oder von denen wir möchten, dass die Menschen, die sie anklicken können? Und dann erstellt euch euren eigenen Link-in-Bio-Link für eure Social-Media-Profile. Also die könnt ihr dann zum Beispiel bei Instagram verlinken, aber auch bei so was wie Twitter, TikTok, Facebook, LinkedIn, oder ihr könnt es auf eure Visitenkarte draufschreiben. Alles mögliche, wo die Leute vor allem mit dem Handy dann drauf gehen und auf eure Links klicken wollen. Wir hoffen, dass diese sehr praktische Folge euch gefallen hat und wir hören uns dann in zwei Wochen wieder.

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